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DOUGLAS-Aktie: leichte Ergebnisschwäche im dritten Quartal 09.08.2012
National-Bank AG
Essen (www.aktiencheck.de) - Steffen Manske, National-Bank AG, stuft die Aktie von Douglas (ISIN DE0006099005 / WKN 6099005) weiterhin mit "halten" ein.
Die Douglas Holding AG habe heute ein leicht enttäuschendes Zahlenwerk für das dritte Quartal publiziert. Während der Umsatzzuwachs aufgrund der diesjährigen Verschiebung des Ostergeschäfts von 0,5% (vergleichbare Basis: -1,8%) auf 746,5 Mio. EUR die Analysten- und die Marktprognosen getroffen habe, seien die Ergebnisse leicht schwächer ausgefallen.
Währungs- und flächenbereinigt seien die Umsätze im Quartal sowohl im In- (-1,3%) als auch im Ausland (-2,7%) gesunken. Der Konzern sei neben dem früheren Ostergeschäft vor allem von einer schwächeren Nachrage in Südeuropa belastet worden. Zu den Umsatzsteigerungen hätten unverändert das Parfümgeschäft und die Schmuckaktivitäten beigetragen, während im Buchhandel ein Minus von 4,5% habe hingenommen werden müssen. Diese insgesamt stabile Erlössituation habe jedoch nicht auf die Ergebnisseite übertragen werden können. Höhere betriebliche Aufwendungen und Personalkosten hätten neben einem unerwartet unvorteilhaftem Produktmix im Schmuckhandel und dem erwartungsgemäß verlustbringenden Buchgeschäft zum EBITDA-Rückgang von 29,0% auf 24,2 Mio. EUR beigetragen.
Unter dem Strich habe die Douglas Holding nach einem Vorjahresgewinn von 3,4 Mio. EUR nun einen Verlust von 9,7 Mio. EUR verbuchen müssen, während die Analysten von einem Gewinn von 2,6 Mio. EUR ausgegangen seien. Das Ergebnis je Aktie sei entsprechend von +0,08 EUR auf -0,25 EUR gesunken.
Nachdem sich das Ostergeschäft im Vergleich zum Vorjahr dritten ins zweite Quartal verlagert habe, beurteile man die Stabilität des Umsatzes als Unternehmensstärke. Die beiden Sparten Parfüm und Schmuck hätten erneut die wesentlichen Wachstumsimpulse für den Konzernumsatz gegeben. Während in den Douglas-Geschäften ein nahezu konstantes operatives Ergebnis erreicht worden sei, habe der Schmuckhandel mit einem Ergebnisrückgang negativ überrascht. Grund sei ein zuletzt verschlechterter Produktmix hin zu niedrigmargigen trendigen Uhren. Das Modegeschäft sei durch die vergleichsweise warme Wettersituation leicht belastet worden.
Erwartungsgemäß sei der Buchhandel das Sorgekind geblieben. Aufbauarbeiten im Online-Handel, der Wegfall von Kaufanreizen durch Gutscheine und hohe Fixkosten für großen Thalia-Geschäfte hätten das Segmentergebnis belastet. Douglas habe die Restrukturierungsmaßnahmen bereits im Vorquartal angekündigt. Man erwarte jedoch keine rasche Umsetzung, sondern einen über Quartale stattfindenden Restrukturierungsprozess. Insgesamt sehe man die Stärken in den stabilen, über mehrere Handelsbereiche diversifizierten Umsätzen. Ergebnisseitig könnten die kostspieligen Umbaumaßnahmen im sich wandelnden Buchhandel jedoch nicht vollständig durch solide Ergebnisse anderer Bereiche aufgefangen werden. Auch das angespannte wirtschaftliche Umfeld in den südeuropäischen Ländern belaste den Konzern.
Erwartungsgemäß seien die Jahresziele vom Unternehmen bestätigt worden. Der Umsatz solle dabei moderat auf 3,4 Mrd. EUR zulegen, während mit dem EBITDA das untere Ende der Spanne von 200 bis 250 Mio. EUR erreicht werden solle. Die Ergebnisschwäche sei vor allem auf ein weiterhin verhaltenes Geschäftsklima im Ausland, sowie die Probleme im stationären und Online-Handel der Buchsparte Thalia zurückzuführen. Ausgeglichen sollte sich nach Erwarten der Analysten das Parfümgeschäft präsentieren, während der Schmuckhandel die Vorjahresergebnisse übertreffen könne.
Ihre Umsatzplanung hätten die Analysten auf der Grundlage der bisher gezeigten Daten mit einen Zuwachs von 1,3% (bisherige neun Monate: +1,8%) auf 3,422 Mrd. EUR gelassen. Mit einem höher als bisher erwarteten Personalaufwand und höheren betrieblichen Kosten sowie des im zweiten Quartal verbuchten Restrukturierungsaufwands von 36,3 Mio. EUR erwarte man nun nur noch ein EBITDA von 198,5 Mio. EUR (bisher: 215,6 Mio. EUR). Somit würden die Analysten nicht ausschließen, dass Douglas die Ergebnisprognose minimal verfehlen könnte.
Unter dem Strich seien die ebenfalls im zweiten Quartal verbuchten, hohen außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen über 128,8 Mio. EUR eine zu hohe Belastung, so dass der Konzern einen Nettoverlust ausweisen werde. Dieser dürfte nach Berechungen der Analysten 80,9 Mio. EUR betragen, womit wahrscheinlich ein auch vom Unternehmen in Aussicht gestellter Dividendenausfall einhergehe.
Die Analysten der National-Bank AG nehmen ihre Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr zurück und erkennen auf Basis ihrer Bewertungsmodelle einen fairen Wert je Aktie bei 34 EUR, womit sie ihr "halten"-Votum für die Aktie von Douglas bestätigen. (Analyse vom 08.08.2012) (09.08.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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